#ProjectFeelgood:
Jetzt heißt es Ballast abwerfen und Fazit ziehen.

 

Vor fast vier Wochen ging es los mit meinem #ProjectFeelgood. 85 Liter Meßmer Detox Tee, 18 Workouts und mehrere Blumenkohlköpfe später bin ich nun durchaus ein bisschen stolz auf mich. Durchhalten ist ja normalerweise nicht so mein Ding, vor allem wenn es um das Nichtessen von Hackfleisch und Berlinern geht. Auch zum Sport musste ich mich öfter treten und gebe zu: Faultierchen hat das eine oder andere Workout auch mal „vergessen“. Aber trotzdem habe ich mein Projekt durchgezogen und in einer Disziplin habe ich mein Plansoll sogar mehr als erfüllt: Ausmisten, Entrümpeln, Ballast abwerfen! Meine liebste Beschäftigung überhaupt. Und ständig auf einen Küchenstuhl zu klettern und wieder runter, um den Teeschrank zu entmüllen, ist ja auch irgendwie Sport.

 

 

Entrümpeltes Umfeld, entrümpelter Kopf.

Eine ordentliche Umgebung ist für mich superwichtig, um mich wohlzufühlen. Ich kann mich noch so vitalstoffreich mit den besten Superfoods ernähren, meine Sinne mit grünem Tee beleben und täglich straffende Workouts absolvieren – ohne Ordnung im Küchenschrank ist das alles nix. Wenn ich aber drei Tüten unnötigen Papiermüll aus der Wohnung getragen und den verbleibenden Papierkram in Ordner sortiert habe, dann geht es mir gut. Dann breitet sich die Ordnung in meinem Umfeld ganz automatisch auch in meinem Kopf aus.

 

 

Ran an die lang ignorierten Chaosecken! 

Eine gewisse Grundordnung herrschte hier schon, bevor es mit #ProjectFeelgood losging, aber zwei Ecken des Todes hatte ich noch: die Steuerkiste und den Wichtigordner. Seit Jahren hatte ich im Wichtigordner allen Papierkram reingestopft, der halt irgendwie wichtig ist: Kontoauszüge (manchmal sogar noch unausgepackt im Umschlag, Schande über mich), die Quittung über 40 Euro Schwarzfahr-Bußgeld, das Staatsexamen-Zeugnis, noch bei der Krankenkasse einzureichende Rechnungen, den Schein fürs Mikrobiologie-Praktikum und meinen Schwimmpass. 
Da wollte ich unbedingt ran, denn latent hatte mich das schon lange belastet. Was, wenn in den ungeöffneten Umschlägen gar keine Kontoauszüge waren? Also los! Denn: Ein aufgeräumter Wichtigordner ist wie ein neues, aufgeräumtes Leben! (Hallo, Pathos!)

 

 

DIY: Schöne Ordner selber machen.

Um mich und euch so richtig zu motivieren, bringe ich euch heute ein DIY mit, das euch zeigt, wie man stylische Ordnungshelfer selbst designen kann. Macht doch alles mehr Spaß, wenn es auch nett aussieht.

Step by step zum eigenen Ordnungshelfer. 

  1. Ihr braucht:

    - unifarbene Ordner ohne Einschubtasche auf dem Rücken (zur Not bunte Ordner weiß ansprühen)
    - einen Computer mit einem einfachen Schreibprogramm
    - einen Drucker
    - Druckerpapier
    - Schere
    - Masking Tape oder Malerkrepp
    - Kugelschreiber
    - ​feine Permanentmarker in den gewünschten Farben

  2. Mit einem Schreibprogramm eurer Wahl die gewünschten Kategorien in der gewünschten Schrift schreiben. Wichtig: Die Schrift sollte ziemlich breit sein. Es gibt zum Beispiel bei dafont.com schöne kostenlose Schriftarten zum Downloaden.
     
  3. Die Kategorien ausdrucken und schauen, ob’s passt. Eventuell muss man mit der Größe etwas herumprobieren.
     
  4. Grob ausschneiden ...
     
  5. … und mit Masking Tape auf dem Ordnerrücken fixieren. Tipp: Kein stark klebendes Tape nehmen, denn wenn ihr die Ordner vorher weiß angesprüht habt, reißt ihr damit die Farbe wieder runter. Leidvolle Erfahrung.
     
  6. Mit einem Kugelschreiber die Umrisse der Schrift fest nachfahren.
     
  7. Das Papierchen ablösen und tadaaa: Die Schrift hat sich auf den Ordner durchgedrückt.
     
  8. Mit einem wasserfesten Permanentmarker die Schrift nachfahren.
     
  9. Nach Wunsch gerne auch mit verschiedenen Farben und Schriften arbeiten. Und fertig sind die supereinzigartigen Ordner, die dazu auch noch superschick sind!

 

 

Bereit für noch mehr Aufräumtipps? 

Das war also mein Motivationstipp Nr. 1 fürs Ausmisten: Schöne Ordnungshelfer gestalten, die perfekt zum eigenen Wohnstil passen. Aber vielleicht ist bei euch im Homeoffice schon alles im grünen Bereich und euer neuralgischer Punkt ist eher der Kleiderschrank? Oder sind es doch die Küchenschränke? Auch da habe ich ein paar Ideen.

 

 

Nie wieder lästige Klamotten-wühl-ich-find-nix-Haufen! 

  • Vor dem Entrümpeln nicht alles auf einmal herausreißen. Man erstickt sonst unter einem unüberwindbar scheinenden Klamottenberg. Lieber Kategorie für Kategorie herausnehmen, ausmisten, ordnen und wieder einräumen. Also Wäsche, Tops, Hosen usw.
     
  • Nach dem bewährten Haufenprinzip vorgehen: behalten, wegschmeißen, reparieren/aufarbeiten und ggf. verschenken/spenden.
     
  • All das kann weg: kaputte, fleckige, ausgewaschene, ausgeleierte, nicht passende und schlecht sitzende Kleidung sowie alles, was man länger als ein Jahr kein einziges Mal anhatte – oder worin man sich nicht wohlfühlt.

 

 

  • Ausnahmen: Kleidungsstücke, an denen Erinnerungen hängen. Das Kleid vom Abiball kann man natürlich behalten, auch wenn es seit 20 Jahren nicht mehr passt. Für solche Fälle eine extra Schatzkiste oder Nostalgieabteilung anlegen.
     
  • Manches kann man mit Hilfe der Schneiderin oder mit Textilfarbe wieder zum neuen Lieblingsstück machen. Das sollte man dann aber auch wirklich bald in Angriff nehmen.
     
  • Wenn man oft zwischen Behalten und Wegwerfen schwankt, kann man Mutter, Schwester oder Freundin zu Rate ziehen. Eine zweite Meinung hilft!

 

 

Ordnung in der Küche: mit System – und ohne Zauberei.

  • Weg mit allem, wovon man mehr als eine Ausführung hat. Das gilt natürlich nicht für alles, aber braucht man drei Sparschäler, nur weil einer mal kaputtgehen und der andere gerade in der Spülmaschine sein könnte?
     
  • Von einigen Dingen braucht man zwar mehrere, hat aber trotzdem zu viele davon: Tassen, Gläser, Frischhalteboxen. Alles Hochwertige, was man auch wirklich verwendet und was zusammenpasst, darf bleiben. Billige Senfgläser mit Comic-Aufdruck, die eh nur hinten im Schrank stehen, wird man nicht vermissen.
     
  • Einräumen mit System: oft benötigte Dinge nach vorn, seltener Benutztes nach hinten stellen. 

 

 

Ist das Ballast – oder kann das weg?

Wenn ihr nun überlegt, was euer Leben unnötig belastet, dann denkt ruhig auch über ausgeleierte Shirts und Werbetassen hinaus: Vielleicht sind es Freunde, die euch nicht guttun, mit denen ihr aber trotzdem immer wieder aus einem Verpflichtungsgefühl heraus Zeit verbringt. Oder es sind fiese Gedanken und Gewohnheiten, die nur Energie rauben – wie z. B. Selbstmitleid, Neid, Selbstzweifel. Oder Aufschieberei. Diese Themen sind natürlich sehr komplex und individuell, klar. Ich möchte nur, dass ihr mal genauer hinschaut. So manchem ist vielleicht gar nicht bewusst, dass es auch in unseren Köpfen oft richtige Messiebuden zu sanieren gilt!

 

 

Das #ProjectFeelgood und ich: ein Abenteuer mit Happy End. 

Ganz ehrlich? Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich so gut durchhalte. Meine Selbstkontrolle ist sonst eher mit der einer Vierjährigen im Süßigkeitenladen vergleichbar. Ich glaube, diesmal haben mir vor allem zwei Dinge geholfen: 

zum einen die gewisse Öffentlichkeit, mit der ich das Thema hier angegangen bin. Es gab zwar keine Dauer-Videoaufnahmen von mir, aber ich hatte trotzdem ein wenig das Gefühl, dass jemand zuschaut. Daher mein Tipp: Erzählt Freunden von eurem Projekt! Letztendlich sollte die Motivation natürlich aus einem selbst heraus kommen – ihr tut es für euch und sonst für niemanden. Aber als kleine Hilfe kann ein bisschen Fremdbeobachtung durchaus wirksam sein.
Zum anderen die Ausweitung des Projekts auf mehrere Lebensbereiche. So wollte ich die Erfolge, auf die ich in einem Bereich so stolz war, nicht durch undiszipliniertes Verhalten in einem anderen Bereich kaputt machen. Die Erfolgsgefühle z. B. beim Entrümpeln haben mich motiviert auch beim Sport am Ball zu bleiben (na ja, meistens). Es geht ja eben nicht darum, sich zu quälen, sondern sich wieder leicht und fit zu fühlen. Je ganzheitlicher man das angeht, desto eher wird man mit motivierenden Erfolgen belohnt!

 

 

Bleibt die Frage, wie ich meine neuen Angewohnheiten auch im Alltag beibehalte.

Hier hilft uns die Tatsache, dass aufgeräumte Steuerkisten, der Stolz auf einen gesunden Salatteller oder ein Flow-Gefühl beim Joggen das Belohnungssystem im Gehirn ähnlich stimulieren wie Süßigkeiten (wir schlagen den Feind praktisch mit seinen eigenen Waffen). Nach vier Wochen bewusstem #ProjectFeelgood ist man im positiven Sinne konditioniert und möchte dieses gute Gefühl immer wieder – so meine Erfahrung. Wenn man das dann noch mit Extrabelohnungen wie einem schönen Schaumbad oder einem neuen Kleid unterstützt, gewöhnt man sich nur allzu gerne an den neuen Lebensstil, auch länger als für vier Wochen. Und wenn sich doch mal wieder alte Gewohnheiten in den Alltag schleichen? Macht nichts. Locker bleiben, nicht verkrampfen und nicht übertreiben, lautet die Devise. Beim Schokokuchen zugeschlagen? Alles gut, genießt es! Zum Ausgleich kann man am nächsten Tag zum Abendessen einen grünen Smoothie mixen und dann stimmt die Balance wieder. 

Ich hoffe jedenfalls, dass ich euch mit dieser Serie Lust auf euer eigenes Wohlfühlprojekt machen konnte. Mir war es vor allem wichtig zu zeigen, dass gesundes Leben mitnichten Qual und Verzicht bedeutet. Im Gegenteil: Es macht sogar richtig Spaß! Und letztendlich geht es doch nur darum, sich wohlzufühlen und glücklich zu sein. Denn glücklich zu sein ist das Allergesündeste auf der Welt, behaupte ich.

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Gönne Deinem Körper eine Auszeit: mit Meßmer Detox.
Einfach entspannt, für mehr Wohlbefinden und neuen Schwung.

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