Tee von A bis Z
Tee hat viele schöne Geheimnisse. Manche sind legendär, manche sind erklärungsbedürftig. Deshalb haben wir die Welt des Tees für Sie in Stichworten von A wie Aroma bis Z wie Zitronengras zusammengefasst!
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Anis:
Das Aroma der süßlich schmeckenden Früchte wird von Anethol bestimmt, das mit 90% der Hauptbestandteil des ätherischen Öls ist. Es wirkt aber auch antibakteriell und gegen Krämpfe und Blähungen. Anis regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an. Daher wird der Anistee bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Koliken und Krämpfen eingesetzt.
Aromatisierter Tee:
Durch Aroma und/oder Pflanzenteile duftveränderter Tee, diese sind in ihrer chemischen Struktur mit den natürlichen Aromen identisch und sind gesundheitlich völlig unbedenklich.
Assam:
Teedistrikt im Norden Indiens, größtes zusammenhängendes Teeanbaugebiet der Welt. Assam-Tee ist meistens kräftig und würzig und wird gern mit leichteren Teesorten gemischt (beispielsweise für ostfriesische oder englische Mischungen).
Autumnal:
Erntetee aus der Herbstpflückung in Assam oder Darjeeling (Oktober bis Anfang Dezember). Preiswerte Massenkonsumsorten mit meist grober oder Broken-Blattstruktur. Bessere Qualität haben First Flush und Second Flush.
Blatt-Tee:
Tee aus ganzen, nicht bei der Manufaktur gebrochenen Blättern.
Breakfast Tea:
Traditionelle - besonders kräftige - englische Teemischung für den Frühstückstee. Hauptbestandteil der Mischung ist Ceylon Broken Tea.
Broken:
Tee, dessen Blatt beim Rollen/Schneiden zerkleinert wurde. Ergiebiger als Blatt-Tees. Der größte Teil der Teeproduktion wird heute zu Broken-Graden verarbeitet.
Camellia:
Botanischer Name des Teestrauchs. Man unterscheidet Camellia Sinensis aus China und Camellia Assamica aus Assam.
Ceylon:
Teeanbaugebiet auf der Insel Sri Lanka. Der Tee hat den alten, bis 1972 gültigen Namen der Insel behalten.
Chai:
Nationalgetränk Indiens. Bedeutet übersetzt nichts anderes als „Tee“. Es ist eine Mischung aus schwarzem Tee und verschiedenen Gewürzen. Zumeist hinzugefügte Gewürze sind Kardamom, Zimt, Ingwer, Pfeffer, Nelken und Muskat.
China:
Heimat des Tees, der seit mehr als fünf Jahrtausenden dort bekannt ist und seit drei Jahrtausenden getrunken wird. China ist nach Indien der zweitgrößte Teeproduzent, hauptsächlich von grünem Tee.
CTC:
Neueste, rationelle Teeproduktionsmethode: crushing (zerbrechen), tearing (zerreißen), curling (rollen). Der Fermentierungsvorgang wird hierbei verkürzt. Bei dieser Methode entstehen Broken-Tees.
Darjeeling:
Berühmtes Hochland-Teeanbaugebiet in Nordindien, im Vorgebirge des Himalaya.
Dooars:
Teeanbaugebiet im Norden Indiens, liegt zwischen Assam und Darjeeling.
Dust:
Staub. Bei der Blattsortierung die kleinste und letzte Aussiebung an Teeteilchen. Besonders ergiebig und gerbsäurehaltig, vor allem für Teebeutel geeignet.
Earl Grey:
Mit Bergamottöl aromatisierte schwarze Teemischung. Die Bergamotte ist eine saure Zitrusfrucht.
English Blend:
Englische Mischung, besteht vorwiegend aus Assam-, Darjeeling- und Ceylon-Tee.
Fannings:
Zweitkleinste Sortierung des Tees nach dem Dust. Fannings werden vor allem bei Teebeuteln verwendet.
Fenchel:
Die aromatisch riechenden Fenchelfrüchte schmecken angenehm süßlich. Sie enthalten ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteile – das bittere, kampferartige Fenchon und das süßliche Anethol – den typischen Geschmack bestimmen. Die Wirkung des Fenchels ist von alters her bekannt. Eltern schätzen seine beruhigende und blähungsmindernde Wirkung bei Säuglingen und Kleinkindern.
Feinschnitt:
Verarbeitungsverfahren bei Kräuter- und Früchtetees. Die Pflanzenteile werden auf eine Größe geschnitten, die eine spätere Abfüllung dieser Produkte in Aufgussbeutel ermöglicht.
Fermentation:
Natürliche Oxidation. Wird bei der Verarbeitung von schwarzem Tee als natürlicher Vorgang angestrebt und genutzt. Der Zellsaft verfärbt sich rotbraun, der Gerbsäuregehalt wird reduziert, die Aromastoffe kommen zur Entfaltung.
First Flush:
Frühlingspflückung außerhalb der Regenzeiten (von März bis April), milderes Flair, kleineres und feineres Blatt. Dieser Begriff ist nur bei Darjeeling- und Assam-Tees üblich.
Flavonoide:
Bestandteil der Gerbstoffe, siehe auch Gerbstoffe
Gerbstoff:
Inhaltsstoff des grünen, weißen und schwarzen Tees. Gerbstoffe haben antibakterielle und antioxidative Wirkung, wirken aber auch beruhigend auf Magen und Darm.
Ginkgo:
Der Ginkgobaum als die angeblich älteste Baumart hat seinen Ursprung in China und erlangt zurzeit als eine seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze neue Berühmtheit. Dem Ginkgo wird nachgesagt, dass er durch seine durchblutungsfördernde Wirkung positiven Einfluss auf Gedächtnis und Konzentration hat.
Grobschnitt:
Verarbeitungsverfahren, das bei Früchte- und Kräutertees angewendet wird. Die Pflanzenteile werden auf eine einheitliche Größe zurückgeschnitten. Für losen Teeaufguss.
Grüner Tee:
Unfermentierter Tee; in China, Japan und Taiwan die verbreitetste Sorte (höchster Vitalstofferhalt).
Gunpowder:
„Schießpulver“. Grüner Tee, dessen Blatt kugelförmig gerollt ist.
Hagebutten:
Früchte verschiedener Rosenarten. Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten roten Früchte ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, wobei die Hagebutten nicht für den säuerlichen Geschmack des Hagebuttentees verantwortlich sind, sondern die Hibiskusblüte.
Hibiskus:
Ist für die Rotfärbung von Früchtetees verantwortlich. Hibiskus oder Eibisch ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse mit etwa 300 Arten, die hauptsächlich in den wärmeren Gegenden der Welt verbreitet ist.
Hybrid-Teepflanze:
Unempfindliche Kreuzung zwischen den beiden Urpflanzen Camellia Sinensis und Camellia Assamica.
Indien:
Größter Teeproduzent der Welt, liefert heute vor allem schwarzen Tee. Der indische Gesamtexport liegt bei jährlich rund 189.000 Tonnen.
Ingwer:
Eine Gewürzpflanze, die in den Tropen und Subtropen wächst. Die Wurzeln werden - vor allem in Ostasien - als Gewürz und Heilmittel verwendet. Ingwer hat eine antibakterielle Wirkung.
Jasmin:
Der Jasmin ist eine typische Kalt-Hauspflanze. Er trägt schon ab Januar im Freien gelbe Blüten. Der grazile Strauch schmückt sich mit wohlriechenden, weißen Blüten, in der Regel von Juni bis September.
Kardamom:
Getrocknete Samenkapseln des in Vorderindien und auf Sri Lanka angebauten Kardamomstrauches aus der Familie der Schilfpflanzen. Geschmack und Geruch sind süß und aromatisch. Kardamomsaat besteht aus den von den Kapseln befreiten kleinen Körnern der Frucht. Gibt Gebäck, süßen Soßen und Speisen sowie Tee einen besonderen Geschmack.
Keemun:
Keemun ist eine besondere chinesische Schwarzteequalität, die durch Ihre klimatischen Anbaubedingungen sehr wenig Bitterstoffe enthält. Das macht Keemun-Tee leicht und mild im Geschmack - auch bei längerer Ziehzeit (länger als 5 Minuten).
Kluntje:
So wird der ganz große Kandis genannt, der hauptsächlich in Ostfriesland zum Süßen des Tees genommen wird. Zu ihm gehört süße Sahne und ein kräftiger, ruhig leicht bitterer Tee (Friesische Mischung). An einem Kluntje kann man schön die Kristallstruktur des Zuckers erkennen.
Koffein:
Im Tee sind etwa drei bis fünf Prozent Koffein enthalten, in den Kaffeebohnen dagegen nur ein bis zwei Prozent. Da aber weniger Teeblätter als Kaffeepulver für die Zubereitung des Getränks gebraucht werden, haben zwei Tassen Tee so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee.
Kümmel:
Der mild-würzige Kümmel-Samen unterstützt die Verdauung von fetten und blähenden Speisen und wirkt lösend bei Krämpfen und Koliken der Verdauungsorgane.
Lapacho:
Wird aus der roten Rinde des Lapacho-Baumes gewonnen. Er wird von den Indianern als Baum des Lebens bezeichnet und ist hauptsächlich in den mittleren Höhenlagen der Bergnebelwälder der Anden beheimatet.
Nilgiri:
Teeanbaugebiet im Süden Indiens.
Nuwara Eliya:
Teedistrikt im Hochland von Sri Lanka.
Off-grades:
Englische Fachbezeichnung für Blattgrade, die außerhalb der standardisierten Sortierung liegen.
Oolong-Tee („schwarzer Drache“):
Nicht gedämpftes, halb fermentiertes Blatt, nach zwei bis sechs Stunden Welkzeit oft angenehm pfirsichfruchtig mundend.
Polyphenole:
Siehe auch Gerbstoffe.
Rooibos:
Auch unter den Namen Rotbuschtee oder Rooibusch bekannt. Rooibos stammt aus dem Afrikaans und bedeutet „roter Busch“. Rooibos ist eine südafrikanische Hülsenfruchtart und wächst nur in den Cedar Mountains im Südwesten der Republik Südafrika.
Sencha:
Grüner Tee aus Japan, Taiwan, China. Grünes, langes Blatt, dünne Tasse. sf = super fancy: Ein fTGFOP, besonders gut gearbeitet, zum Beispiel mit Grünblatteinschuss und spritziger Tasse.
Tea-Tasting:
Englischer Begriff für die Teeprobe. Der Tea-Taster ist ein professioneller Teeverkoster, der auch Mischungen erstellt.
Verbenenkraut:
Wird auch Zitronenverbene genannt. Gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse. Verwendet werden die während der Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile. Verbenenkraut übt eine allgemein wohltuende Wirkung auf den Körper aus.
Weiße Tees:
Weißer Tee ist eine kostbare Spezialität unter den chinesischen Tees. Die weißen Härchen auf seinen Knospen gaben ihm den Namen. Er wächst in China, wird handverlesen und besonders schonend hergestellt. Er enthält genau wie Grüntee Koffein. Hoher Gesundheitswert.
Zitronengras:
Auch Lemongras oder Citronella genannt, gehört zur Familie der Süßgrasgewächse. Sein Stamm und die Blätter werden vor allem in der südostasiatischen Küche als Gewürz verwendet. Der frische zitronenartige Geschmack mit einem Hauch von Rosenduft und sehr leichtem Zwiebelaroma verleiht den damit zubereiteten Speisen einen besonders runden, für den Mitteleuropäer exotischen Geschmack.


