Die Teepflanze
Die Teepflanze ist ein Baumgewächs mit weißen Blüten und grünen Früchten. Die beiden Urahnen sind Camellia sinensis (chinesischer Tee) und Camellia assamica (Assam-Tee). Assam-Tee wächst ohne Beschneiden zum stattlichen Baum von 15 bis 20 Metern Höhe heran während Chinesischer Tee naturbelassen eine Wuchshöhe von drei bis vier Metern erreicht.
Auf den Plantagen wird die Pflanze zu einem ein Meter hohen Strauch – dem „Pflücktisch“ - gestutzt. So wird sie in der vegetativen Phase gehalten, denn nur die ganz jungen Blätter und Knospen werden zu Tee verarbeitet.
Klima & Boden
Tee bevorzugt das besondere „Kamelienklima“, das heißt mittlere Jahrestemperaturen von mindestens 18 Grad Celsius, eine Sonnenscheindauer von etwa vier Stunden täglich und einen Niederschlag von 1.600 Litern jährlich. Dieser sollte möglichst gleichmäßig über das Jahr verteilt fallen. Die Pflanze verträgt keinen oder nur sehr seltenen und mäßigen Frost.
Tee liebt die reine Höhenluft. Unter 700 Metern Höhe wächst gar nichts, auf 2.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel werden die feinsten Sorten geerntet. Er wächst am besten auf gut drainierten, durchlässigen und sauren Böden.
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Ernte
Die weltweit besten Tees werden einer „Feinpflückung“ unterzogen: In zeitlich festgelegten Intervallen werden nur die ersten zwei Blätter und eine Knospe entfernt. Bei gewöhnlicheren Tees begnügt man sich mit der „Grobpflückung“: Neben der Knospe werden bis zu fünf Blätter gepflückt. In der Erntezeit wird alle 10 bis 14 Tage Tee gepflückt. So lange dauert es, bis wieder zwei Blätter und eine Knospe nachwachsen.
Teegewinnung
Die traditionellste Art der Teeherstellung ist die orthodoxe Methode, bei der aus vier Kilo gepflückten Blättern etwa ein Kilo fertigen Tees entsteht. Die Arbeitsschritte der orthodoxen Teeproduktion heißen Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren und werden weitgehend noch mit der Hand durchgeführt.
Eine andere Art der Teeherstellung ist die CTC-Methode. Die Teeblätter werden nach dem Pflücken durch Walzen in gleichmäßig kleine Teile zertrennt. Dann erfolgt die Trocknung und Sortierung.
Manufaktur
Grüner Tee unterscheidet sich von schwarzem Tee durch die Manufaktur nach dem Pflücken und Welken der Blätter. Schwarzer Tee wird nach dem Welken fermentiert und verliert durch die natürliche „Gärung“ seine grüne Farbe. Grüner Tee wird im Allgemeinen nur gedämpft oder geröstet. So bleibt er grün.
Der Teebeutel
Die Legende sagt, dass der erste Teebeutel 1904 erfunden wurde, als ein amerikanischer Teehändler einige Warenproben in kleinen Seidenbeuteln an seine Kunden verschickte und diese den Beutel überaus praktisch für seine Zubereitung fanden.
Dass in einem Teebeutel angeblich nur Tees von minderwertiger Qualität sind, ist ein extrem unzutreffendes Vorurteil. Die Teerohwaren für losen Blatt- und Teebeuteltee stammen nämlich sehr häufig aus der gleichen Pflückung und unterscheiden sich nur in der Aussiebung. Kleinere Blattgrößen sind ideal für den Teebeutel, da die kleineren Blatteinheiten dem heißen Wasser mehr Angriffsfläche bieten und der Tee somit sein Aroma und seine Farbe schneller entfalten kann als größere Blatt-Tees beim Aufgießen in der Kanne.

